Freispruch im Prozess um den Überfall auf das KaDeWe

Am 20. Dezember 2014 kam es zu einem spektakulären Überfall auf das Kaufhaus des Westens („KaDeWe“, Aufzeichnung der Überwachungskamera hier, Presseberichte hier und hier). Dabei drangen insgesamt fünf maskierte Personen mitten im Weihnachtsgeschäft und während der Öffnungszeiten ins Erdgeschoss ein und entwendeten aus den dort aufgestellten Vitrinen innerhalb von wenigen Minuten Uhren und Schmuck im Wert von über 800.000 Euro. Nachdem eine Person, die mutmaßlich den Fluchtwagen zur Verfügung gestellt hatte, unseren Mandanten und einen weiteren Beschuldigten belastet hatte, verhaftete die Polizei am 30. März 2015 unseren Mandanten (und den weiteren Beschuldigten) und erhob schließlich im Juli 2015 Anklage vor dem Landgericht Berlin. Nach 22 Sitzungstagen wurde unser Mandant am 4. März 2016 freigesprochen. Das Gericht sah die Angaben des Mitangeklagten, der das Fluchtfahrzeug zur Verfügung gestellt hatte, als für eine Verurteilung nicht ausreichend an, da dieser sich nicht befragen ließ und – wie im Laufe der Verhandlung herausgearbeitet werden konnte – in einer Reihe von Punkten wohl nicht die Wahrheit gesagt hatte. Wir haben die Verteidigung unseres Mandanten gemeinsam mit dem Kollegen Philipp Stucke geführt. Die mitangeklagten Mittäter wurden dagegen später zu Haftstrafen verurteilt.

Aktenzeichen 523 KLs 19/15, Landgericht Berlin, rechtskräftig