Freispruch in Meineidsprozess

Unserer Mandantin wurde vorgeworfen, in einem im Jahr 2011 geführten Prozess wegen schwerer Körperverletzung als Zeugin eidlich falsch ausgesagt, also einen (falschen) Meineid geschworen zu haben. Sie hatte in ihrer Zeugenaussage dort angegeben, der Angeklagte könne die ihm vorgeworfenen Tat nicht begangen haben, da er sich zur Tatzeit bei ihr aufgehalten habe. Nachdem der Angeklagte in diesem Verfahren wegen schwerer Körperverletzung trotz Aussage unserer Mandantin zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden war, erhob die Staatsanwaltschaft dann Anklage wegen Meineids gegen unsere Mandantin. In der über mehrere Tage geführten Gerichtsverhandlung stellte sich dann bei der Rekonstruktion der angeblich begangenen Körperverletzung heraus, dass keineswegs sicher festzustellen war, dass die Alibiaussage unserer Mandantin falsch war. Die Mandantin wurde am 10. Juni 2016 freigesprochen. Ob es nun zu einer Wiederaufnahme des Körperverletzungsverfahrens kommt, ist noch unklar.

Aktenzeichen: 282 Ls 8/15, Amtsgericht Tiergarten